Die Dreigroschenoper

Berthold Brecht/Kurt Weill

Ein Bänkelsänger singt auf einer Straße im London des vorigen Jahrhunderts
die "Ballade vom mörderischen Gangsterboss Macheath, genannt Mackie
Messer". Dieser, ein von der Polizei gesuchter Schwerverbrecher, ver-
und entführt Polly (Ulrike Haase), die Tochter des mächtigen Bettlerkönigs der Hauptstadt, Peachum.  in einem geknackten Pferdestall improvisieren die Männer der Gang eine Hochzeitsfete für ihren Chef und schleppen auch einen alkoholisierten Priester an, der die Trauung vollzieht. Sie begrüßen bei dieser heimlichen Feier sogar Mackies Kumpel aus alten tagen in der britischen Kolonialarmee, den Londoner Polizeichefiger-Brown.

Peachum gelingt es nicht, seine Tochter, die er lieber gutbürgerlich verheiraten will, wieder aus dieser Verbindung herauszureißen, und deshalb wendet er sich an den Polizeichef der Stadt London: Brown soll seine schützende Hand nicht länger über Mackie Messer halten. Als Tiger-Brown versucht,seinen alten Kriegsfreund zu schützen, droht Peachum damit seineBettelhorden so zu mobilisieren, dass sie die anstehenden Krönungsfeierlichkeiten dermaßen stören, dass es den verantwortlich Polizeichef selber den Kopf kosten kann. Tiger-Brown schützt seinen alten Freund nicht mehr und lässt ihn dort verhaften, wo Mackie sich auch als frischgebackener Ehemann jeden Donnerstag aufhält: im Puff der Hure Jenny.

Im Knast verführt Mackie seine heimliche Geliebte Lucy, die Tochter des Gefängnisdirektors, um ihm die Flucht aus dem Gefängnis zu ermöglichen. Aber daraus wird nichts, den Polly erwischt das Pärchen im Gefängnis und duelliert sich in einem giftigen Hassduett mit ihrer Rivalin. Da Tiger-Brown die Hinrichtung nicht mehr verhindern will, um seinen eigenen
Kopf zu retten, steht der berühmt-berüchtigte Mackie Messer zum Schluss
doch unterm Galgen, mit der Schlinge um den Hals. Aber weil Brecht einen ironischen-provokanten Schluss brauchte, lässt er im allerletzten Moment den "Reitenden Boten des Königs" erscheinen, der in einem schön verlogenen Happyend den Gangster befreit und in den Adelsstand erhebt.

Regie: Georg Mittendrein
Musikalische Leitung: Klaus Nürnberger
Bühne: Heike Arndt
Kostüme: Ulla Birkelbach
Polly Peachum: Ulrike Haase
Premiere: 15.6.2005

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